Zukunft macht Hoffnung (und Spaß).
Es ist schwierig, seriöse Themen zu vermitteln - vor allem über die Medien. Die sind mehr auf Schlagzeilen aus. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Zuhörer bei den Wahlveranstaltungen überaus interessiert sind, wenn man über Forschung und Innovation spricht und bestimmte Dinge erklärt. Die Botschaft ist einfach: wenn Südtirol weiter Vollbeschäftigung haben will und qualitativ interessante Arbeitsplätze sowie führende Unternehmen, muss auf Vorsprung durch Qualität gesetzt werden. Das gilt für den Obst- und Weinbau wie für viele andere Bereiche. Ich nenne als Beispiele gerne die EURAK, wo Stefan Ortner Regie führt, oder die Salewa Ag von Heiner Oberrauch, wo am neuen Sitz künftig auch zwei Dutzend Forscher beschäftigt sein werden oder das jetzt unter schwedischer Flagge segelnde Alu-Werk in Bozen, das in Kürze ein Forschungszentrum eröffnen wird.
Wenn man dann noch die Maßnahmen in der schulischen und beruflichen Ausbildung aufzeigt (wir können künftig Fachhochschulen einrichten!)sowie die politischen Spielräume durch die Entwicklung der EU, macht Zukunft nicht nur Hoffnung, sondern Spaß. Aber viele Parteien und Politiker machen den Menschen Angst vor der Zukunft, um politisches Kapital daraus zu schlagen. Wie falsch und wie dumm!
Freitag, 3. Oktober 2008 18:06
Leider konzentriert sich fast die gesamte “Forschung und Innovation” auf die Landeshauptstadt, das hat mE auch mit der schlechten Breitbandversorgung der Peripherie zu tun. Auf diesem Gebiet haben wir in Südtirol zZ ein ziemliches Flickwerk und die jetzt geförderten Funknetze werden da nicht wesentliches ändern.
Ich weiss, dass wir nicht schlechter dastehen als andere, ähnlich strukturierte Gebiete, aber mE hätte Südtirol das Know How und die finanziellen Mittel (wenn ich sehe wieviel im Land gebaut werden…) um ein ordentliches Breitbandnetz aufzubauen. Dadurch würde auch die ländliche Gegend für “innovative” Betriebe interessant und Südtirol könnte zu einem Vorzeigemodell auf diesem Gebiet werden, wie wir es schon in anderen Bereichen sind (Beispiel Klimahouse).
Freitag, 3. Oktober 2008 18:56
Stimmt genau! Oppositionsparteien wollen uns Angst vor der Zukunft machen - dabei war es um das Land Südtirol noch nie so gut bestellt, wie es jetzt der Fall ist. Und das auch dank der SVP.
Bei EURAC und Co. müssen wir vorsichtig sein - ihr Nutzen ist nur schwer messbar. Zweifel sind berechtigt.