146.545 und 24.302 Mal DANKESCHÖN!
Wir haben also 48,1 Prozent erreicht. Mit 146.545 Stimmen konnte die SVP die 18 Mandate erreichen und die absolute Mehrheit an Sitzen halten. Angesichts der Ausgangslage - im April bei den Parlamentswahlen lag die SVP bei 130.000 Stimmen und 44,3 Prozent - ist das ein “Gerade-Noch”-Ergebnis. Mit 24.302 Vorzugsstimmen habe auch ich ein gutes persönliches Resultat erreicht und Rang drei auf der SVP-Liste geschafft. Dafür möchte ich allen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben, ein ganz ganz großes Vergelt’s Gott sagen, aber ich danke auch allen 146.545 Wählerinnen und Wählern, die wiederum das Edelweiß gewählt haben. Von überall her - Tirol, Bayern und dem Trentino - bekommen wir Komplimente, weil wir innerhalb der deutschen und ladinischen Bevölkerung immerhin 64 Prozent (!) der Stimmen erhalten haben, doch das hat angesichts der besonderen Lage Südtirols nicht ganz für die absolute Mehrheit auch in Prozenten gereicht.
Diese Tage verlaufen ziemlich turbulent, daher werde ich den Obmann-Blog noch weiterführen und ein wenig vom Tagesgeschehen berichten. Ich danke allen, die mir auch diesbzeüglich ihre Unterstützung haben zukommen lassen.
Mittwoch, 29. Oktober 2008 21:04
Werter Obmann,
warum klammern Sie in Ihrem Bericht vom Tagesgeschehen die Obmannfrage aus?
Zwar bin ich noch nicht sehr lange Funktionär in der Südtiroler Volkspartei, doch habe ich inzwischen gelernt, dass bestimmte Sachen vor Wahlen nicht angepackt werden wollen.
Nun sind die Wahlen geschlagen. Es ist höchste Zeit, jetzt jenen Kurswechsel anzugehen, der von den Mitgliedern und Wählern seit einiger Zeit gewünscht wird.
Und den neuen Kurs unserer SVP-Flotte, werter Pichler-Rolle, setzen wir am besten mit einem neuen, ehrlichen Kapitän.
Deshalb bitte ich Sie, Ihren Rücktritt nicht nur formell anzubieten, sondern schlicht und einfach zurückzutreten.
Mit freundlichen Grüßen
Werner Wallnöfer, Schlanders
Mittwoch, 29. Oktober 2008 21:09
hallo elmar,
ich hoffe, der blog kann seinem namen auch weiterhin gerecht werden.
neben der großen enttäuschung über unser wahldebakel und dem dem wahlverhalten “aus dem (wohlgesättigten) bauch heraus” eines beachtenswerten teiles unserer landsleute muss ich mich nun über das verhalten vieler unserer parteigranden ärgern.
ich hörte, dem altobmann magnago gehe es nicht mehr gut. ich hoffe, er bekommt das alles nicht mit.
mfg
armin
Freitag, 31. Oktober 2008 1:13
In den gestrigen “Dolomiten” wird ein Vergleich gezogen zwischen dem früheren Wahlerfolg (Landtagswahl) des damaligen SVP-Obmannes Siegfried Brugger, der ca. 40.000 Stimmen erhalten hatte, und dem Wahlerfolg der derzeitigen SVP-Obmannes mit gut 24.000 Vorzugsstimmen.
Man führt richtigerweise an, dass Siegfried Brugger Bauernkandidat war, also einen starken Verband im Rücken hatte, während der heutige Obmann kein Kandidat eines bestimmten Verbandes war.
Fazit: Wenn man also berücksichtigt, dass die SVP dieses Mal auch insgesamt weniger Stimmen erhalten hatte als damals, und dass Pichler-Rolle keinen so starken Verband als Rückendeckung hatte, so ist sein Wahlergebnis 2008 meiner Meinung nach mindestens gleich hoch zu werten, wie jenes von Siegfried Brugger damals.
Die SVP-Wirtschafts-Granden sollten sich also gut überlegen, ob sie einen der wenigen Volksvertreter, der auch als Arbeitnehmervertreter gesehen werden kann, abschießen wollen oder nicht. Denn mit diesen Aktionen, die sich gerade anbahnen, werden auch die letzten verbliebenen Arbeitnehmer, die SVP wählen, vor den Kopf gestoßen.
Freitag, 31. Oktober 2008 7:35
[...] in Bedrängnis geraten ist: die Öffentlichkeit informieren! So zumindest dürfte diese seine Aussage in seinem Blog zu verstehen sein: “Diese Tage verlaufen ziemlich turbulent, daher werde ich den Obmann-Blog [...]
Freitag, 31. Oktober 2008 14:22
Ach Armin…so wohlgesättigt sind die Bäuche nicht, glaub mir….eine reiche Provinz, ein armes Volk, das sind die Fakten. Wenn ich mir jetzt ansehen muss, wieviele der Granden jetzt Rücktrittsangebote machen. Die haben nicht die Schneid zu sagen: “Adieu, meine Zeit ist vorbei”. Diese Funktionäre denken nur an ihren Sessel und behaupten (nachdem sie massig Stimmen verloren haben), alles gut gemacht zu haben. Wie erbärmlich war zum Beispiel die Brandrede des Pardellers auf unseren Dorfplatz in Margreid. Und Elmars Gestik zu mir, dass ich statt rauchen auch noch für den Schmäh Pardellers klatschen soll…dass soll er sich nochmals getrauen nach Margreid zu kommen und sich als Hausherr aufzuspielen. Also bitte.
Ansonsten ist deine Kritik ernst und wahr. Die Kumpanen aus Rom (die sich beim Gelmini-Dekret enthalten haben), wollen den Elmar absägen. Ich frage mich, was für Leute wir da überhaupt nach Rom geschickt haben. Wirtschaftsflügel….alles klar ^^
Freitag, 31. Oktober 2008 15:26
Hallo Herr Pichler Rolle
gratulation für Ihre vielen Stimmen …sie haben sich diese sicherlich verdient!
Aber ganz ehrlich…Glauben sie wirklich,dass sie ihre gesamte Energie diesem zerstrittenen und habgierigen Haufen in der SVP weiterhin widmen sollten?
Diese Typen(siehe Wirtschaftslobbies..Zeller und co.) benutzen sie doch nur für Ihre Eigeninteressen..?Oder??
Viele Grüße
Eine ehemalige SVP`lerin..
Sonntag, 2. November 2008 10:00
Der Druck des PDL auf die SVP (siehe Interview mit Frattini im Alto Adige), in die Landesregierung zu kommen, wächst. Nachdem in der SVP nur mehr Wirtschaft und Bauern das Sagen haben, würde ich mich nicht wundern, wenn man jetzt noch aus wirtschaftlich/finanziellen Gründen jene in die Landesregierung nimmt (um die derzeit Mächtigen in Rom gnädig zu stimmen), die die faschistischen Ortsnamen, das Mussolini-Relief am Finanzamt, das Siegesdenkmal mit der für uns Südtiroler gedachten, netten Inschrift verteidigen, die Folterungen der 60er-Jahre als Erfüllung einer Staatspflicht bezeichnen und die Verbrechen des Faschismus insgesamt verharmlosen oder gar ganz leugnen.
Abgesehen davon, dass die Aufnahme der italienischen Rechten in die Landesregierung der defitiven Sargnagel für die SVP wäre, habe ich für diesen Fall bereits mein Mitgliedskartl hergerichtet, das ich ohne zu Zögern zurückgeben würde.
Montag, 3. November 2008 19:16
Für den SVP Wirtschaftsflügel ist eine Zusammenarbeit mit der italienischen Rechten wohl eher von Vorteil.Und zwar nicht um die Mächtigen in Rom zufriedenzustellen,sondern die Mächtigen in Südtirol wollen zufrieden gestellt werden….Tja,es wird wohl eben doch zur Spaltung der Sammelpartei kommen.Das ist nicht mehr zu verhindern!
Montag, 3. November 2008 19:43
Nun kann ich Sie, Herr Obmann, nicht mehr verstehen. Wenn Sie schon zurücktreten, warum treten Sie nicht mit sofortiger Wirkung zurück. Denn dann hätten Sie, nachdem die Unvereinbarkeit zwischen Parteiamt und Landesregierung nicht mehr gegeben wäre, mit 24.000 Stimmen ein deutliches Anrecht auf einen Sitz in der Landesregierung.
So wie es jetzt liegt, braucht Durnwalder Sie nicht bei der Bildung der Landesregierung zu berücksichtigen und dann, wenn Sie im Frühjahr nicht mehr Obmann sind, ist die Landesregierung schon gebildet.
Die müssen Sie im heutigen Parteiausschuss aber ordentlich bearbeitet haben?!?! Ansonsten kann ich mir Ihre Entscheidung, auf Alles zu verzichten (Landesregierungssitz und Obmannschaft) nicht erklären.
Dienstag, 4. November 2008 7:10
die itlaienische rechte wurde schon durch ernnennung von renato stancher als vizebürgermeister in bruneck vor einiger zeit hoffähig gemacht…
Dienstag, 4. November 2008 9:02
Sg Herr Pichler-Rolle!
Ich verfolge Südtirols Geschicke ja nur von der Ferne und ausschnittsweise. Von hier scheint Ihre Arbeit nicht so schlecht zu sein. Beim Wahlergebnis fällt mir nur auf, dass diejenigen, die für mehr Selbstbestimmung waren, gewonnen haben. Der Zug / Trend geht also in diese Richtung. Die SVP könnte aufspringen.
mfg
Mittwoch, 5. November 2008 14:35
Sg. Herr Pichler Rolle, lieber Elmar,
Auf jeden Fall wünsche ich Dir alles Beste, auf dass das, was Du Dir für Deine Partei erhoffst, erwünscht und auch erwartest, realisierbar sei! Ich werde mich auch weiterhin für Dich stark machen!
erst einmal herzlichen Glückwunsch zu Deinem ganz persönlichen Wahlerfolg, das hat mich sehr gefreut! Für mich unverständlich, dass Du nicht alles hingeschmissen und auf Dein Recht gepocht hast, in die Landesregierung einzuziehen. Aber ich bin halt auch keine Taktikerin, deswegen bin ich ja auch nicht in der Politik!
Alles Liebe
Brigitte Dp.